Irfan Kumru: „Wir freuen uns dabei zu sein“

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück“, pflegte der britische Komponist Benjamin Britten einst zu sagen. So verhält es sich auch mit Anstrengungen für ein friedliches Miteinander. In Deutschland, aber auch im Rest von Europa nimmt schon seit einigen Jahren die gesellschaftliche Polarisierung zu sowie der Zusammenhalt ab. Der Berlin-Brandenburgische Bildungsträger TÜDESB e.V. wirkt mit seiner nachhaltigen Bildungsarbeit dieser Entwicklung entgegen und leistet seit über 25 Jahren seinen Beitrag gemäß dem Leitsatz „Chancengerechtigkeit durch Bildungsförderung.“  Nun geht der gemeinnützige Träger eine Unternehmenspartnerschaft mit dem interreligiösen Friedensprojekt „House of One“ ein und erweitert somit sein Engagement für ein friedliches Miteinander.

Gemeinsame Werte bilden die Basis der Zusammenarbeit

Das House of One ist ein Projekt, bei dem Vertreter der drei monotheistischen Religionen gemeinsam planen, Spenden sammeln, Veranstaltungen organisieren und nach seiner Fertigstellung das Haus gemeinsam nutzten und verwalten werden: Irfan Kumru, Vorsitzender vom TÜDESB e.V.,  sagte über die angestrebte Zusammenarbeit mit dem House of One: „Diese Partnerschaft ermöglicht beiden Vertragspartnern nicht nur gemeinsam an der Errichtung des  Friedenshauses zu arbeiten. Wir verstehen ferner unsere Bildungsarbeit auch als eine pädagogische Arbeit, bei  der es um Vermittlung von Werten geht.  Diese Werte, wie beispielsweise Zusammenhalt, Gerechtigkeit und Frieden, spielen auch im House of One eine wichtige Rolle. Daher freuen wir uns dabei zu sein und hoffen auf eine fruchtbare Partnerschaft.“

Baubeginn des House of One wegen des neuartigen Coronavirus Covid-19 verschoben

Ursprünglich war die öffentliche Grundsteinlegung für den 14. April 2020 vorgesehen. Dies wurde wegen der Pandemie jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. Vorbereitet war eine festliche Veranstaltung zur Grundsteinlegung, verbunden mit einer zweitägigen Tagung über „Religionen als Brückenbauer“. Dazu sollten auch Vertreter aus New York (USA), Amman (Jordanien), Bangui (Zentralafrikanische Republik) und aus Tirana (Albanien) anreisen. Sobald die Situation es gefahrlos zulässt, möchte die Stiftung jedoch die festliche Grundsteinlegung nachholen.